Die wichtigsten Lungenentzündung Symptome

Symptome einer Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung wird oftmals lange Zeit nicht als eine solche wahrgenommen. Der Grund ist der, dass ihre Symptome oft erst als Grippe oder schwere Erkältung abgetan werden. Erst wenn die Lungenentzündung Symptome schwerwiegender werden, wird diese meistens auch entdeckt und entsprechend behandelt. Bei der Pneumonie, so der fachmedizinische Ausdruck der Lungenentzündung, handelt es sich verschiedenen Studien nach aber um eine der häufigsten Krankheiten, unter der Menschen in Europa leiden.

Deshalb sollte man sich den Symptomen einer Lungenentzündung bewusster sein. Denn, wenn eine Pneumonie zeitnah gezielt behandelt werden kann, ist die Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden Spätfolgen sehr viel geringer. Doch was ist eine Pneumonie und wie sehen die Symptome einer solchen aus? Wie lange dauert eine Lungenentzündung? Und was sollte man sonst noch unbedingt über die oft unterschätzte Volkskrankheit wissen, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann?

Die Gefahr rechtzeitig erkennen: Die Lungenentzündung, ihre Ursachen und ihre Symptome

Eine Lungenentzündung kann, zu lange unentdeckt, schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Allerdings ruft nicht jede Lungenentzündung stets dieselben Symptome hervor. Eben sowenig sind diese immer gleich stark und können sich zudem stark wandeln. Außerdem gibt es viele Fälle, in denen eine Pneumonie tatsächlich mit einer Grippe, einer Erkältung oder einer Bronchitis einhergeht. Eine Lungenentzündung rechtzeitig an ihren Symptomen zu erkennen, kann also für einen Laien und somit auch für den Erkrankten unter Umständen kniffelig sein. Welche typischen Lungenentzündung Symptome auftreten, das hängt aber nicht nur vom Fall und vom Patienten ab, sondern meistens auch vom Auslöser der Erkrankung. Hier unterscheidet man in erster Linie, wie bereits oben erläutert, zwischen einer

  • bakteriellen oder einer
  • viralen Lungenentzündung oder aber zwischen einer
  • Pneumonitis.

 

Die Symptome einer bakteriellen Lungenentzündung

In den meisten Krankheitsfällen liegen der Lungenentzündung Bakterien zugrunde. Kein Symptom aber trotzdem wissenswert ist, dass eine bakterielle Lungenentzündung ungemein häufig in der kalten Jahreszeit und somit im Winter auftritt.Die bakterielle Lungenentzündung macht sich meistens erst einmal durch häufige Schüttelfrost-Attacken bemerkbar, die oftmals zwischen dreißig Minuten und bis zu einer Stunde anhalten. Oft wird der Schüttelfrost von Symptomen wie Fieber und Husten begleitet, beziehungsweise diese beiden Symptome kommen nach und nach hinzu und verstärken sich in ihrer Schwere. Zudem fühlen sich die Betroffenen bereits in den ersten Tagen der Infektion sehr schlapp und matt.

Es folgt ein verstärktes Unwohlsein, das schließlich in absolute Mattheit umschlägt. Sprich: Die Erkrankten empfinden oft schon den Weg zum Bad als äußerst anstrengend und vermeiden es, das Bett oder das Sofa zu verlassen. Während des weiteren Krankheitsverkaufes kommt ein verstärkter Husten hinzu, der schließlich auch von einem Auswurf begleitet wird. Zu Beginn ist dieser meistens rostbraun, er verfärbt sich aber häufig ins Gelb-Grünliche. Weitere Symptome einer bakteriellen Lungenentzündung sind Schmerzen im oberen Hals- oder Rachenbereich. Diese können beim Schlucken aber auch beim Atmen und dauerhaft als Wundgefühl auftreten. Manche Patienten sind sogar so druckempfindlich, dass ein wärmender Schal als unangenehm oder schmerzhaft empfunden wird.

Viele bakterielle Lungenentzündungen gehen mit Fieber einher, aber nicht alle. Ein typischer Fall für einen sehr steilen Fieberverlauf ist beispielsweise eine Infektion mit Pneumokokken (medizinisch Streptococcus pneumoniae genannt) – in rund 70 Prozent der Lungenentzündungen liegt eine Infektion mit Pneumokokken vor. Nicht selten erreichen die Patienten hier in kurzer Zeit eine Fiebertemperatur von bis zu 40 Grad Celsius. Weitere Symptome einer Lungenentzündung durch Pneumokokken sind zudem oft eine schwere und schnelle Atmung und starke Schmerzen beim Einatmen. Das Einatmen schmerzt in diesem Fall übrigens, weil bei der Pneumokokken-Pneumonie meist nicht nur das Lungengewebe, sondern auch dass das Lungenfell entzündet ist. Diese Art der Erkrankung nennt man in der Medizin Pleuritis.

Ein weiteres typisches Symptom für eine bakterielle Pneumonitis ist eine akute Atemnot, die häufig zu einem Beben der Nasenflügel führt, das während der Atmung spür- und teilweise auch sichtbar ist. Diese Lungenentzündung Symptome sind so häufig, dass es in der Medizin sogar einen Namen erhalten hat: das sogenannte atemsynchrone Nasenflügeln. Wichtig ist zu wissen, dass das atemsynchrone Nasenflügeln ein Anzeichen für die Lungenentzündung bei kleinen Kindern sein kann. Die akute Atemnot kann aber auch einen Sauerstoffmangel in bestimmten Körperbereichen verursachen. Dieser zeigt sich überwiegend an Lippen, an der Zunge oder an Gliedmaßen wie den Fingern, den Zehen und der Nase: Diese erleiden eine sogenannte Zyanose und verfärben sich blau-violett.


Die Symptome einer viralen Lungenentzündung

Symptome einer viralen Lungenentzündung

Viren lösen deutlich seltener eine Lungenentzündung aus als Bakterien. Da sich die Symptome bei einer viralen Pneumonie jedoch meistens sehr stark von den Symptomen einer bakteriellen Lungenentzündungen unterscheiden, wird eine virale Lungenentzündung oft als eine atypische Pneumonie bezeichnet. Gefährlich ist hier aber auch, dass sich die Symptome einer viralen Pneumonie oft viel dezenter zeigen. Zudem geht diese auch enorm häufig vollkommen ohne Fieber einher.

Typisch für eine virale Lungenentzündung ist, dass die Symptome langsamer und geradezu schleichend einsetzen, ganz anders, als es bei einer bakteriellen Pneumonie der Fall ist. Eine virale Lungenentzündung zeigt sich oft erst nach mehreren Tagen in ihrem vollen Ausmaß. Bis dahin können die möglichen und warnenden Symptome sehr schwach sein oder sogar gänzlich ausbleiben. Häufige Symptome einer viralen Lungenentzündung sind beispielsweise Kopf- und Gliederschmerzen. Der alarmierende Schüttelfrost, wie man ihn von der bakteriellen Lungenentzündung kennt, ist nur recht selten ein Anzeichen für eine virale Lungenentzündung. Auch der Husten setzt meistens sehr spät ein, hält aber dafür ungemein lange an ist und für die Betroffenen schmerzhaft und quälend. Meist bildet sich bei einer viralen Pneumonie kein Auswurf und falls doch, ist dieser oft klar und geruchlos.

Auch andere bei einer bakteriellen Lungenentzündung auftretende typische Symptome können bei einer atypischen Pneumonie gänzlich fehlen. Meistens verursacht eine virale Lungenentzündung seltener akute Atemnot und auch zu Schmerzen und Beschwerden beim Einatmen kommt es nur sehr selten. In den meisten Krankheitsfällen verläuft die virale Lungenentzündung ohne Fieber. Nur teilweise steigt die Körpertemperatur ganz langsam und über längere Zeit hinweg an. Diese erreicht aber meistens höchstens eine Temperatur von rund 38,5 Grad Celsius. Sehr kritisch ist zudem, dass sich Betroffene oft über eine lange Zeit des Krankheitsverlaufs nahezu beschwerde- und symptomfrei und daher auch gesund fühlen.

Eine Pneumonitis verläuft übrigens häufig ähnlich symptomfrei wie eine virale Pneumonie. Deshalb wird auch diese oft erst dann bemerkt, wenn bereits Spätfolgen wie Durchblutungsstörungen von einzelnen Organen auftreten. Diese können sich wiederum durch Schlapp- und Mattheit, aber auch durch eine Zyanose in den Händen, in den Beinen oder im Gesicht zeigen.

Erste Lungenentzündung Symptome: Der Gang zum Arzt ist unverzichtbar

Viele Menschen verwechseln eine Lungenentzündung trotz eingängiger Symptome lange Zeit mit einer gewöhnlichen Erkältung und versuchen diese auszukurieren. Dabei kann bereits ein kurzes Vorsprechen beim Hausarzt dafür sorgen, dass man eine Lungenentzündung rechtzeitig diagnostiziert und daher auch entsprechend und vor allem rechtzeitig behandeln kann.

Doch wie genau geht man bei der Diagnose einer Pneumonie vor? Bereits die vorliegenden Symptome und Beschwerden liefern dem Mediziner erste Anhaltspunkte darauf, welche Art der Erkrankung vorliegen könnte. Es folgen unterschiedliche Untersuchungen, mit denen der Arzt die verschiedenen Möglichkeiten eingrenzt, ausschließt oder bestätigt. Zuerst wird der Mediziner eine körperliche Untersuchung durchführen, bei der er die Lunge und das Herz des Patienten abhört. Denn bestimmte Geräusche können bereits sehr deutlich auf eine Lungenentzündung hinweisen, auch wenn noch keine schweren Symptome vorhanden sind.

Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung, wird der behandelnde Arzt weitere Untersuchungsmethoden dazu nutzen, eine möglichst genaue Diagnose stellen zu können. Bei diesen handelt es sich meistens um Röntgen- und Laboruntersuchungen sowie um das Erstellen eines Blutbildes. Denn auf einem Röntgenbild der Lunge sind eventuelle Entzündungen als sogenannte “Verschattungen” zu sehen. Diese können zum einen auf den Entstehungsort, aber zum anderen auch auf die Ursachen der Pneumonie hindeuten. Laboruntersuchungen dienen hingegen bei einem Verdacht auf eine Lungenentzündung dazu, im Speichel des Patienten Krankheitserreger wie etwa Bakterien, Viren oder Pilze nachweisen zu können. Ein Blutbild rundet die Diagnose ab, da dieses unter anderem aufzeigt, ob eine Entzündung im Körper vorliegt.

Der Arzt kann aber anhand bestimmter Blutwerte ebenso Rückschlüsse auf die Art der Erreger ziehen. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) beispielsweise meistens auffällig erhöht. Bei einer viralen Infektion bleibt die Konzentration der Leukozyten hingegen im Normalbereich oder fällt oft auch etwas ab.

Lungenentzündung oder Pneumonie: Die Volkskrankheit Nummer eins

Pneumonie - Volkskrankheit

Unter einer Lungenentzündung oder auch fachmedizinisch Pneumonie wird eine Entzündung des Lungengewebes verstanden. Diese Entzündung wird in der Regel durch Bakterien und sehr selten durch Viren oder Pilze ausgelöst. Eine Pneumonie kann aber auch aber durch chemische und physikalische Reize verursacht werden. In diesem Fall greifen beispielsweise giftige Gase oder verschluckte Gegenstände das sensible Gewebe der Lunge an. Dies führt zu einer Reizung des Gewebes, die im schlimmsten Fall zu einer Entzündung von diesem führen kann.


Anders als bei einer bakteriellen oder viralen Pneumonie spricht man bei einer solchen Reizung aber in der Medizin von einer Pneumonitis. Diese wird jedoch meistens von denselben Symptomen begleitet, wie es bei der Pneumonie der Fall ist. Darauf, wie diese im Detail aussehen, geht dieser Artikel etwas später noch genauer ein. Erst einmal beleuchten wir die Lungenentzündung als solche und im Allgemeinen, des Verständnisses wegen, noch etwas genauer. Denn der eigentliche Krankheitsprozess, der mit der Entzündung des Lungengewebes beginnt, ist mit diesem noch lange nicht abgeschlossen. Viel mehr befindet sich die Lungenentzündung zu dieser Zeit noch im Anfangsstadium.

In der Lunge findet nämlich stets ein Gasaustausch statt, der jedoch lebenswichtig ist. Denn durch die Lunge gelangt der mit der Atemluft aufgenommene Sauerstoff ins Blut. Gleichzeitig werden Abfallprodukte des Stoffwechsels wie zum Beispiel Kohlendioxid aus dem Blut herausgefiltert und über die Lungen (beim Ausatmen) zurück in die Atemluft gegeben. Ist dieser Vorgang aber nun durch eine Entzündung des Lungengewebes erschwert oder wird dieser Vorgang gravierend beeinträchtigt, kann dies dazu führen, dass der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zudem kann das gefilterte Kohlendioxid nicht mehr in ausreichenden Mengen abgeatmet werden. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Organe unterversorgt und zeitgleich mit einer zu hohen Menge an Kohlendioxid belastet werden. Deshalb ist es ungemein wichtig, die Symptome einer Lungenentzündung so schnell wie möglich richtig einzuordnen und einen Arzt aufzusuchen.

Das Problem ist jedoch, dass eine Lungenentzündung von den Betroffenen meistens lange Zeit nicht als solche erkannt wird. Ihrer Symptome wegen, die denen einer einfachen und oft unbedenklichen Erkältung gerade am Anfang oft stark ähneln, sehen diese nämlich lange Zeit keinen Grund zur Sorge und versuchen die vermeintliche Erkältung auszukurieren. Wie schwer die vorliegende Erkrankung wirklich ist, wird oft erst dann bemerkt, wenn die Atmung sich zunehmend erschwert, starkes Fieber auftritt oder es zu ersten Fehlfunktionen des Körpers kommt. Und Schätzungen nach erkranken jährlich allein in Deutschland rund eine halbe Million Menschen ohne es zu merken an einer Lungenentzündung. Nur knapp ein Drittel von ihnen erhält hingegen eine Behandlung vom Facharzt oder im Krankenhaus. Das bedeutet, dass jährlich mehr Menschen so schwer an einer Lungenentzündung erkranken, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen als Menschen, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleiden. Natürlich muss eine Lungenentzündung nicht zwangsläufig im Krankenhaus behandelt werden. Jedoch sollte sie niemals ausschließlich selbst und ohne den Hausarzt konsultiert zu haben zuhause behandelt werden.